{"id":208,"date":"2013-12-20T16:15:18","date_gmt":"2013-12-20T14:15:18","guid":{"rendered":"https:\/\/gourmet-report.de\/blog\/?p=208"},"modified":"2015-04-17T16:50:23","modified_gmt":"2015-04-17T14:50:23","slug":"qatar-airways-nach-dehli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gourmet-report.de\/blog\/qatar-airways-nach-dehli\/","title":{"rendered":"Qatar Airways nach Dehli in der BusinessClass"},"content":{"rendered":"<p>Nach l\u00e4ngerer Zeit bin ich nun mal wieder Qatar Airways geflogen. Business von Bahrain via Doha nach Delhi.<br \/>\nDa es keine Business Class von Bahrain aus gibt, ist der kurze Flug 1st class. Was immer das bedeutet. Es gab n\u00e4mlich Nullservice auf diesem Flug. Vor Abflug gab es einen O-Saft. Und eine Dattel, sowie arabischen Kaffee, der an Tee erinnert. Allerdings waren die Sitze prima gro\u00df, was bei einem so kurzem Flug jedoch eher egal ist.<br \/>\nIn dem Flugzeug d\u00fcrften man \u00fcbrigens nach Herzenslust das iPad bei Start und Landung benutzen und den Sitz brauchte man auch nicht aufrecht zustellen. Deutsche Stewardessen w\u00fcrden die Welt nicht mehr verstehen!<\/p>\n<p><!--more-->Nach 50 Minuten Flug landeten wir mit 10 min\u00fctiger Versp\u00e4tung in Doha. Dort wartete eine Art bequemer, aber sehr kalter Minibus mit Sesseln auf uns, der eine 15 min\u00fctige Flughafenrundfahrt machte.<\/p>\n<p>Die Economy Passagiere wurden in einen normalen Cobus gequetscht.<br \/>\nPermanent unterrichtete ein Tonband im Bus welchen Terminal wir nehmen m\u00fcssen und das wir jetzt diesen oder jenen der drei relevanten Terminals erreichen. Leider war die nervende Ansage ohne irgendeinen Zusammenhang. Als wir endlich die Terminals erreichten, gab es keine Ansage mehr, so dass ein Herr prompt falsch ausstieg.<\/p>\n<p>Wir hatten gerade kurz Zeit, den imposanten Premiumterminal zu besichtigen. Nat\u00fcrlich nur den Businessteil, da wir weiter in der Business flogen. Es war sehr voll. Wir mussten jedoch gleich wieder gehen, da es bereits den Last Call gab. Am Gate wurden unsere Sitzpl\u00e4tze ge\u00e4ndert, da man last minute das Flugger\u00e4t wechselte.<\/p>\n<p>Nun machten wieder eine 8min\u00fctige Bustouristik zum Flieger.<\/p>\n<p>Man hat uns in die First des A320 gesetzt, die es aber offiziell nicht gab, da nur Business verkauft wird. Einige Economy Passagiere wurden in die Business gesetzt. Das sah interessant aus, als nun der Arbeiter und die Hausmaid Business fliegen. So eine lustige und bunte Businessklasse sieht man selten.<\/p>\n<p>Die Konfiguration im A320 ist 1-2-1, wobei die Fensterpl\u00e4tze 50% breiter &#8211; mit vielen extra Ablagefl\u00e4chen &#8211; sind. Wir hatten nat\u00fcrlich die Mittelpl\u00e4tze. Murphys Law. Die Pl\u00e4tze bieten auch gute Distanz, die wir aber gar nicht wollten. Gute Sitze!<\/p>\n<p>In der Weinkarte hatte ich gesehen, dass es 2004 Grande Dame von Veuve Cliquot gab, den wir freudig bestellten. Die fern\u00f6stliche Stewardess kam und goss das Glas mit Haube voll. Das gute Sprudelwasser war leider total warm, so dass wir es zur\u00fcckgeben mussten. Nun kam die Dame jede Viertelstunde und probierte, uns die warme Brause aufs neue anzudienen. Jedesmal warm. Meine Frau hatte nach dem 4. Versuch Mitleid und akzeptierte und bekam wieder randvoll eingeschenkt. Ich erkl\u00e4rte jetzt, das man Champagner nur eisgek\u00fchlt trinken kann, wie Coke. Das hat die Dame jetzt verstanden und brachte eine Stunde sp\u00e4ter ein leckeres Glas.<\/p>\n<p>Insgesamt macht die Dame keine gute Figur. Wie \u00fcberall im Mittleren Osten wird offenbar an der Ausbildung der Mitarbeiter gespart. Hoffen wir, dass die Piloten Top sind!<\/p>\n<p>Die Wein- und die Speisekarte wird in einer Ledermappe pr\u00e4sentiert. Man hat die Wahl zwischen zwei Vorspeisen und drei Hauptgerichten. Ich w\u00e4hlte die arabische Mezze, die ich in guter Erinnerung hatte und als Hauptgericht Prawns. Meine Stewardess fragte mich als ersten in der Kabine. Jetzt wurde es skurill: &#8222;Sir, Mezze ist leider alle auf meiner Seite, ich frage dr\u00fcben.&#8220; Sie ging und fragte die Stewardess meiner Frau. &#8222;Sir, meine Kollegin wird Ihnen Mezze geben, falls niemand auf ihrer Seite das bestellt.&#8220;<\/p>\n<p>Die Mezze war gut wie fr\u00fcher auch, aber weniger. Auch gab es jetzt statt Stoffserviette nur noch Papier.<br \/>\nDas Hauptgericht, Pan grilled Prawns with red Bell Pepper coulis mit steamed potatoes, buttered spinach and yellow squash, war eine einzige zerkochte Zumutung.<\/p>\n<p>Meine Gattin fragte mich, wie schafft es Turkish Airlines in der Economy schmackhafteres Essen zu liefern als Qatar in der Business. Qatar Airways liegt minimal \u00fcber BA, weit unter Emirates. Das Men\u00fc war auch so gar nicht ausgewogen.<\/p>\n<p>Gerade als ich anfangen wollte, diesen Artikel zu schreiben, nahm meine Bedienerin mir wortlos die Ledermappe mit den Karten weg.<br \/>\nMeine Frau gab mir dann die ihren. Auf ihrer Seite wurde sowieso deutlich professioneller gearbeitet.<\/p>\n<p>Auch bietet Qatar Airways nicht mehr die Amenity kits (gef\u00fcllte Kulturbeutel) auf diesen 4st\u00fcndigen Nachtflug (Start 0.20 Uhr, Ankunft 8 Uhr). Meine Frau bekam ein Minikit &#8211; Maske und Socken (wie es die standardmaessig in der Turkish in der Eco gibt) &#8211; ich auf meiner Seite gar nichts. Meine Frau fragte dann auf Ihrer Seite.<\/p>\n<p>Da das Bordunterhaltungsprogramm eher langweilig war und der Minibildschim 2m entfernt ist und meine Augen nicht mehr die der Jugend sind, schaltete ich das Flugbeobachtungsprogramm an. Das fror im Golf von Oman ein. Meine Frau probierte mit Berlitz deutsch zu lernen, leider st\u00fcrzte das Bordprogramm dauernd ab.<\/p>\n<p><strong>Fazit: das flache Bett war prima, der Rest nicht besonders.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach l\u00e4ngerer Zeit bin ich nun mal wieder Qatar Airways geflogen. Business von Bahrain via Doha nach Delhi. Da es keine Business Class von Bahrain aus gibt, ist der kurze Flug 1st class. Was immer das bedeutet. 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