Japan und Asien im Fokus: Warum Fernost 2026 bei deutschen Reisenden boomt

Die ITB Berlin 2026 steht ganz im Zeichen eines klaren Trends: Asien rückt bei deutschen Urlaubern stärker in den Mittelpunkt als je zuvor. Eine aktuelle, repräsentative Online-Umfrage der Trip.com Group unter 1.000 Erwachsenen in Deutschland zeigt, dass der Kontinent von Popkultur, Kulinarik und digitaler Buchungsleichtigkeit gleichermaßen profitiert. Die Studie wurde im Januar 2026 von OnePoll im Auftrag der Trip.com Group durchgeführt.

Hanami – Sakura in Japan

Warum Fernost 2026 bei deutschen Reisenden boomt

Wachsende Reiselust nach Asien

Laut Trip.com planen 37 Prozent der befragten Deutschen, in den kommenden fünf Jahren nach Asien zu reisen – ein deutliches Signal für eine langfristig anhaltende Fernweh-Tendenz. Gleichzeitig verzeichnet die Trip.com Group ein Wachstum der Suchanfragen aus Deutschland in die APAC-Region (Asia-Pacific) von 54 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für 80 Prozent der Befragten sind Geschichte und kulturelles Erbe entscheidende Faktoren bei der Wahl eines asiatischen Reiseziels. Diese Kombination aus wachsendem Interesse und intensiver Informationssuche deutet darauf hin, dass Asien als Reisedestination zunehmend strategisch geplant und nicht nur spontan gebucht wird.

Japan löst Thailand als Lieblingsziel ab

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die Verschiebung in der Rangliste der Wunschziele. Japan steht mit 41 Prozent nun an erster Stelle der „Wishlist“ deutscher Reisender und verdrängt Thailand, das mit 31 Prozent auf Platz zwei folgt. Dahinter liegen die Malediven (22 Prozent) und Singapur (14 Prozent).

Der sogenannte „Boomerang-Effekt“ verstärkt diesen Trend: 40 Prozent der Asienreisenden kehren aufgrund positiver früherer Erfahrungen an bereits bekannte Orte zurück. Gleichzeitig geben 36 Prozent an, gezielt nach einzigartigen kulturellen Erlebnissen zu suchen. Japan profitiert damit nicht nur von seiner Popkultur, sondern auch von einem Image als land der wiederkehrenden Qualität – sowohl bei Service, Sicherheit als auch bei kulinarischen und kulturellen Angeboten.

Serien, Filme und der „Screen‑Effekt“

Die Studie bestätigt, dass Bewegtbildinhalte inzwischen eine zentrale Rolle bei der Reiseinspiration spielen. 38 Prozent der Befragten fühlen sich durch Filme und Serien animiert, Asien zu entdecken. Konkret gaben 26 Prozent an, vom Netflix‑Phänomen „Squid Game“ inspiriert worden zu sein. Weitere starke Einflüsse sind Produktionen wie „Shōgun“ (19 Prozent), „Alice in Borderland“ (19 Prozent) und „Parasite“ (16 Prozent).

Dieser „Screen‑Effekt“ wirkt doppelt: Zum einen transportieren Serien und Filme eindrucksvolle Stadtlandschaften, regionale Eigenheiten und Alltagskultur, zum anderen verankern sie Orte emotional. Visuelle Wiedererkennung – etwa von Tokioter Stadtvierteln oder koreanischen Straßenszenen – senkt die Schwelle, sich mit einem Land intensiver zu beschäftigen und konkrete Reisepläne zu schmieden.

Kulinarik als Reisemotor

Eine weitere zentrale Erkenntnis der Trip.com‑Befragung: Essen wird immer häufiger zum treibenden Argument für eine Fernreise. 31 Prozent der Befragten finden die japanische Küche am spannendsten, knapp gefolgt von chinesischer (30 Prozent) und thailändischer Küche (30 Prozent). Indisches Essen erreicht 17 Prozent.

Der Trend schlägt sich auch im Nutzerverhalten nieder. Laut Trip.com stieg die Zahl der Suchanfragen nach kulinarischen Touren auf Website und App im Jahresvergleich um 700 Prozent. Food‑Touren, Kochkurse, Marktbesuche oder Restaurant‑Rundgänge werden damit zunehmend zu eigenständigen Reisebausteinen und nicht nur zur beiläufigen Rahmenaktivität. Für Destinationen ist dies ein starkes Signal: Kulinarik wird vom Beiwerk zur Kernmotivation.

Planungshürden – und neue Lösungen

Trotz der hohen Begeisterung für Asien bleiben praktische Faktoren für viele deutsche Reisende Hürden. 45 Prozent nehmen sich für eine Asienreise deutlich mehr Planungszeit als für einen Trip innerhalb Europas. Die größten Hemmnisse sind laut Studie:

  • Sprachbarriere (38 Prozent)
  • Flugpreise (33 Prozent)
  • Flugdauer (30 Prozent)

Um die Organisation vor Ort zu erleichtern, baut Trip.com das eigene Angebot aus. Neu ist die Integration umfassender Buchungsmöglichkeiten für den japanischen Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen direkt in die App. Durch die nahezu vollständige Abdeckung der großen japanischen Bahnbetreiber soll der Bahnverkehr zwischen den Metropolen komfortabler planbar werden. Damit nähert sich die Reiseplanung für Japan in der Praxis stärker europäischen Standards an – ein Punkt, der insbesondere für Erstbesucher entscheidend sein kann.

Ausblick: Asien bleibt Wachstumstreiber

Die Trip.com‑Studie legt nahe, dass Asien für deutsche Reisende in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle spielen wird. Popkulturelle Referenzen, die starke Anziehungskraft der asiatischen Küchen und technische Lösungen, die Buchungshürden senken, verstärken sich gegenseitig.

Japan profitiert besonders von dieser Dynamik: als neues Wunschziel Nummer eins, als Kulinarik‑Magnet und als Land, dessen Infrastruktur zunehmend einfach digital buchbar ist. Zugleich zeigen die Ergebnisse, dass ein erheblicher Teil der Reisenden auf Wiederbesuche setzt – ein Hinweis darauf, dass Asien nicht mehr als einmalige Fernreise, sondern als wiederkehrende Destination wahrgenommen wird.

Für die Reisebranche – von Airlines über Hotels bis zu spezialisierten Food‑Tour‑Anbietern – ist Asien 2026 damit nicht nur Trendthema, sondern ein langfristig relevanter Markt mit hohem Wachstumspotenzial.

Japan mit Kindern: https://gourmet-report.de/blog/tag/japan-mit-kindern

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